01.11.2012 - 10:31

"Durch Kampf zum Erfolg!"

Interview mit Bundestrainer Gael Mouysset - Nachlese und Ausblick

Bundestrainer Gael Mouysset gibt die Devise aus: "Über den Kampf zum Erfolg!"

Als Nachbetrachtung zum Bulgarien Spiel bzw Ausblick auf das bevorstehende Duell mit Aufsteiger Zypern haben wir Nationalteam Coach Gael Mouysset ein paar Fragen gestellt.

Rugby Austria: Wie ist deine allgemeine Bilanz des Spieles in Sofia?

Gael: Dieses Spiel hätten wir eigentlich auch gewinnen können oder sogar sollen! Derzeit fehlt uns oft nur ein bisschen die Erfahrung und Geduld um zu siegen. Und natürlich auch das nötige Glück! Die Standardsituationen haben wir eigentlich immer im Griff, leider müssen wir im Scrum derzeit auf 2 Stammspieler verzichten und das hat doch merklich Probleme gemacht.

R.A.: Wo lagen die Stärken der Mannschaft im Spiel?

Gael: Man merkt den Jungs an dass sie bereit sind bis zur letzten Sekunde alles zu geben und für den Sieg hart zu kämpfen. Unsere Verteidigung steht gut, für die Gegner ist es schwer durch diese enge Defense durchzukommen.
Was mich sehr gefreut hat war dass wir im Angriff des öfteren die Gain Line durchbrochen haben und so immer wieder zu guten Breakchancen gekommen sind, die wir nur leider nicht nutzen und in Punkte verwandeln konnten!

R.A.: An welchen Punkten wird man für das Spiel gegen Zypern arbeiten müssen?

Wir müssen vor der gegnerischen Tryline einfach ruhiger und geduldiger arbeiten, die Phasen konzentriert zu Ende spielen und den Ball sichern. So werden sich Chancen ergeben oder die gegnerische Verteidigung wird vielleicht unter Druck einen Fehler machen.

Die individuelle Verteidigung - also die Situationen 1 gegen 1 - müssen wir verbessern.

R.A.: Die Zyprioten haben Bulgarien gewissermassen deklassiert - was erwartest du am 17.11.?

Wir wissen dass dies eine schwere Aufgabe und ein hartes Spiel wird. Die zypriotische Auswahl besteht zu einem Großteil aus englischen Legionären. - Aber man spielt immer um zu gewinnen! Ich erwarte einen sehr harten Kampf...

R.A.: Es gibt Veränderungen an einigen Positionen - bist du mit den nachrückenden Spielern zufrieden? Es wird dir ja auch manchmal vorgeworfen dass zu wenig Legionäre bzw erfahrene Spieler an Bord sind...

Ich bin mit den nachrückenden Spielern zufrieden.

Es stimmt, manchmal fehlt es uns an Erfahrung, aber unser Weg, unsere Philosophie besteht darin mit den Spielern aus der heimischen Liga zu arbeiten und zu lernen.

Natürlich könnten uns Legionäre helfen, aber was ist die richtige Anzahl? Wo ist die Grenze? Wie viel Legionäre sollte man einsetzen wenn man die jungen österreichischen Spieler fördern will?

 

 

 

 

 

 

Danke!!!