11.09.2012 - 10:07

Aufbruch in neue Zeiten

Das junge österreichische Rugby-Nationalteam hat in den anstehenden Gruppenspielen des European Nations Cup viel vor.

Bundestrainer Mouysset hat den Blick stets nach vorn gerichtet

... und auch die Spieler wollen sich durch nichts mehr aufhalten lassen

Nach einer Phase der Konsolidierung und der Verstärkung des Teams mit jungen Kräften, will das ÖRV Herren-Nationalteam im neuen Zyklus des FIRA-AER Nations Cup von 2012-2014 voll angreifen. 
Im Pool 2C trifft man auf den alten Bekannten aus Ungarn, aber auch auf neue Gegner mit dem Absteiger Slowenien und den Aufsteigern Zypern und Bulgarien . Teamchef Gael Mouysset und sein Co Stephane Pannard wollen anhand eines strukturierten Spielplans vor allem die Schnelligkeit im Spiel der österreichischen Auswahl forcieren. „Wir wollen den Zusehern ein modernes und effektives Rugby präsentieren. Die Leistungsdichte im European Nations Cup ist unheimlich eng“, erklärt Stephane Pannard. Der letzte Zyklus habe dem Team gelehrt, dass auf Österreichs Niveau Vieles möglich sei, ist sich Gael Mouysset sicher. „Jeder kann jeden schlagen, umso wichtiger ist es, die Mannschaft optimal auf die kommenden Aufgaben einzustellen. Wir verfolgen unser Spielprojekt ehrgeizig seit 2 Jahren, wurden vom ÖRV mit dem nötigen Vertrauen ausgestattet und wollen nun endlich die Früchte ernten“, kündigt der Teamchef an.

Mit einem 35-köpfigen Trainingskader geht es vom 21.-23.9.2012 ins Vorbereitungscamp. Dieser wird vor dem Vorbereitungsspiel am 6.10.2012 gegen JIMI Rugby Club Vyskov (Tschechische Republik) auf 27 Kandidaten reduziert, bevor es am 20.10.2012 zum schweren Auftaktspiel auswärts gegen Bulgarien geht. Für das Trainerteam zählen bei der Auswahl vor allem Leistung im Trainingslager, im Testspiel, Motivation und der Lebensstil auf und abseits des Feldes.

Durch die kontinuierliche Verstärkung des Scouting in den ÖRV-Ligen und eine enge Zusammenarbeit mit den Clubtrainern, war es möglich ausgeschiedene Spieler, unter anderem hat Rekordspieler Andreas Gaul seine Rugby Pension angetreten, schnell zu ersetzen und das Team auf eine breite und leistungsstarke Basis zu stellen. „Wir haben im Frühjahr 2012 insgesamt 27 Spieler eingesetzt. Davon waren 3 Spieler über 30 Jahre alt, 6 Spieler waren zwischen 24 und 29 Jahre alt, 18 Spieler waren 23 und darunter. Das ist ein unglaublicher Altersdurchschnitt für eine Nationalmannschaft“, betont Teammanager Jörg Berger, „Wir mussten meist gegen erfahrenere und körperlich kräftigere Gegner bestehen. Die Burschen haben bravourös ihr Können aufgezeigt, auch wenn sich das bis dato wegen zum Teil unglücklicher Spielverläufe nicht in den Ergebnissen niedergeschlagen hat. Dies und auch der Umstand, dass wir fast ausschließlich auf  Spieler zurückgreifen, die in Österreich ausgebildet sind und dort spielen, stimmt mich für die Zukunft des Rugby Sports äußerst positiv.“ Am 10.11.2012 gibt es dann die Heimpremiere auf der Wiener Hohen Warte gegen Zypern. Dann will das Team, auch mit dem Heimvorteil im Rücken, dem starken Aufsteiger einen heißen Tanz liefern.