26.05.2018 - 18:55

RU Donau verteidigt 15s Staatsmeistertitel

800 begeisterte Zuschauer am Wiener Sportclub-Platz sahen das erwartet intensive 15s Finale zwischen RU Donau Wien und Vienna Celtic RFC - mit dem besseren Ende für den Serien-Meister.

(c) Barbara Alexandra Lichtblau-Zakrzanska

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Von Ankick weg ergab sich ein körperlich intensives Spiel, in dem auch für Rugby-Laien die beiden unterschiedlichen Spiel-Stile rasch ersichtlich waren. Vienna Celtic baute auf seine starken Forwards und arbeitete sich mit seinem Spiel eng am Ruck Meter um Meter nach vorne. Die RU Donau setzte verstärkt auf die laufstarken Backs mit einem schnellen Pass- und Kick-Spiel.

Ausgezeichnete Stimmung herrschte unter den ca 800 Zusehern, die beide Teams lautstark antrieben. Die Taktik von Celtic brachte nach knapp 6 Minuten den ersten zählbaren Erfolg durch einen Try von Christopher Lynton-Evans zum 0:5 nach einem Maul über 20 Meter. Danach gab es eine längere Druckphase von Donau, die gute Verteidigung von Celtic hielt lange stand - erst ein Vergehen in einem Ruck brachte Donau die ersten Punkte durch einen Penalty von Scrumhalf Jan Hasenlechner zum 3:5 (13. Minute). Vienna Celtic war danach wieder auf dem Vormarsch mit den Forwards - kleinere Vergehen und Fehler in den Kontaktsituationen verhinderten aber weitere Punkte. Donau zeigte sich hingegen in den entscheidenden Momenten sehr diszipliniert und holte in der 21. Minute durch einen weiteren Penalty von Hasenlechner das 6:5 - wie schon in Semifinale gegen Graz war die Treffsicherheit des chilenischen Scrumhalf ein Bonus für die Piraten.

In der 25. Minute bekam Donaus Nationalteam-Wing Stephan Reiseneder in der eigenen Hälfte den Ball, setzte zu einem Solo an das erst mit einem sehenswerten Try unter den Stangen endete - 13:5 für Donau nach Conversion durch Hasenlechner. Ende der 2. Hälfte kämpfte sich Celtic wieder in die gegnerische 22, die gute Donau-Verteidigung hielt lange stand, aber Celtic-Prop Omar El Agrebi fand letztlich die Lücke eng am Ruck. Halbzeit-Stand nach erfolgreicher Conversion 13:12 für Donau.

Ein sehr ähnliches Bild in der zweiten Hälfte. Gute Angriffe von Celtic über viele Phasen, die aber letztlich immer wieder durch Penalties und Knock-ons beendet wurden und keine Punkte brachten. Donau zeigte sich effizienter und brachte zwei weitere Hasenlechner-Penalties und einen Try durch Hans Volmary nach einem gefühlvollen Kick hinter die Celtic-Verteidigung auf das Scoreboard - 24:12 für Donau. In der Schlussphase warf Celtic noch einmal alles nach vorne, kam nach einem Lineout auf der 5m-Linie von Donau auch noch zum Anschlusstry durch Max Kinsky - Donau brachte den verbliebenen 7-Punkte-Vorsprung aber letztlich souverän über die Zeit. Somit holte die RU Donau Wien den 25. nationalen 15s Titel in Folge.

Im ersten Spiel des Tages um die Österreichische Meisterschaft der zweiten Liga konnte sich der Wombats RC Wiener Neustadt klar mit 43:20 gegen den RC Linz durchsetzen. Linz konnte bis zur 33. Minute einen Abstand von einem Try halten, dann machten die Wombats mit einer starken Phase Ende der ersten und Anfang der zweiten Hälfte alles klar.

Österreichische Staatsmeisterschaft Herren 15s Rugby
RU Donau Wien 24:17 Vienna Celtic RFC

Wiener Sportclub-Platz, 800 Zuseher

Punkte Donau:
Tries: Reiseneder, Volmary
Penalties: Hasenlechner (4)
Conversion: Hasenlechner

Punkte Celtic:
Tries: Lynton-Evans, El Agrebi, Kinsky
Conversion: Mostbeck