Geschichte
Die Geschichte des Rugbysports in Österreich
Am 14. April 1912 wurde das erste Rugbyspiel auf österreichischem Boden ausgetragen. An diesem Tag trafen auf der HOHEN WARTE zwei englische Mannschaften aufeinander, mit der Absicht, diesen Sport auch hier bekannt zu machen.
In der Folge wurde Rugby in Österreich bis in die dreißiger Jahre hinein gespielt, wenngleich auch in eher bescheidenem Ausmaß. Nach dem 2. Weltkrieg war Rugby in Österreich sehr lange aus der Sportszene verschwunden.
Erst 1978 wurde mit dem "Vienna Celtic Rugby Football Club" der erste Verein gegründet. Es dauerte dann weitere neun Jahre, bis 1987 der zweite Klub, der "Rugby Club Wien", entstand.
Ab diesem Zeitpunkt waren es dann hauptsächlich die Mitglieder des RC Wien, die sich um einen Fortschritt dieser für Österreich sehr neuen Sportart bemühten. Man schaffte es schließlich nach der Gründung eines weiteren Vereins, des RC Donau, gemeinsam mit der Rugby Mannschaft des Lyçée Française in der Saison 1992/93 die erste österreichische Rugby Meisterschaft über die Bühne zu bringen.
Um Rugby auch in den Bundesländern einen höheren Bekanntheitsgrad zu verleihen, setzte man das im Rahmen der Europameisterschaft ausgetragene Länderspiel Österreich - Kroatien am 8. 5. 1993 in Leoben an. Dies trug prompt mit der Gründung des RC Leoben Früchte.
Am 25. 9. 1993 fiel der Startschuß zur ersten Rugby-Alpenliga. Es beteiligten sich die vier stärkeren österreichischen Teams und zwei Teams aus Slowenien. Die Idee der Austragung einer Meisterschaft auf internationaler Ebene wurde dann in der Saison 1994/95 fortgeführt. Aus dieser Meisterschaft, an der zwei Klubs aus Slowenien, eine Mannschaft aus Sisak (Kroatien) und drei österreichische Mannschaften teilnahmen, ging der RC Wien als bester österreichischer Klub hervor. Aufgrund der mangelnden Mittel mußte diese Liga wieder eingestellt werden.
Als eine Reaktion auf die starke Medienpräsenz der Spiele der Weltmeisterschaft 1995 in Südafrika waren die Gründungen der Klubs in Villach und Graz zu sehen.
1995 /96 wurde eine 1. und 2. Liga gespielt - dies war aufgrund der großen Niveauunterschiede notwendig. Da Graz, Leoben und Villach große Fortschritte machten, wagte man in der Saison 96/97 eine allgemeine österreichische Liga und mußte leider feststellen, dass der Optimismus zu groß gewesen war, die Niveauunterschiede waren immer noch viel zu groß. Die verbliebenen drei Wiener Clubs - RC Wien, Celtic RFC und RC Lycee spielten in den Saisonen 97/98 und 98/99 mit drei mährischen Mannschaften (Brünn, Ollmütz, Zlin) die Austro-Moravia Liga, aus der beide Male der RC Wien als Sieger hervor ging. Zur selben Zeit rangen RC Wien II, Celtic B, Graz, Leoben und Villach um den Titel in der Bundesliga.
Das Weltmeisterschaftsjahr 1999 brachte den österreichischen Rugbysport wieder einen bedeutenden Schritt voran. Der RC Donau wurde neu gegründet - ein vierter Club in Wien - eine Mischung aus erfahrenen Spielern der drei anderen Wiener Vereine und neuen enthusiastischen Anfängern. Ebenfalls ein Resultat dieser Weltmeisterschaft war der RC Innsbruck. Die Innsbrucker spielen einerseits in einer Spielgemeinschaft mit dem RC Bozen in der italienischen Liga und andererseits - ohne italienische Unterstützung - Freundschaftsspiele gegen die Mannschaften der 2. österreichischen Liga.
Mit der Gründung des ersten oberösterreichischen Rugby Clubs in Linz, hielt der Rugbysport auch in diesem Bundesland Einzug. Seit Herbst 2000 spielen die Linzer in der 2. österreichischen Liga. In Salzburg wurde im April 2001 der bislang letzte österreichische Rugby-Club gegründet. Expansionsüberlegungen bestehen für Wels und Steyr.
Die vier Wiener Vereine spielten in der Saison 1999/2000 wieder eine rein österreichische Liga, aus der abermals RC Wien als klarer Sieger hervor ging. Aber es gelang RC Donau und RC Lycee (jeweils einmal) die seit sechs Jahren in Österreich ungeschlagenen Wiener zu besiegen. Diese Liga wird 2000/2001 wieder ausgetragen. Die anderen österreichischen Mannschaften kämpfen um den Titel in der 2. österreichischen Liga und den Aufstieg in die erste Liga. Der Favorit für den Aufstieg ist Graz.
März 2001: Nach einer langen Spieler Karriere bei Donau übernimmt Thomas Gabriel die Präsidentschaft des ÖRV.
Juni 2001: Vor über 1000 Zuschauern auf der Hohen Warte, darunter der AER-FIRA Präsident Jean-Claude Baqué, besiegt Östereich Israel 21-6
April 2002: Das AER-FIRA Match Österreich/Moldawien wird im Sportzentrum in Traun ausgetragen, um den Rugby Sport in Linz und Umgebung bekannt zu machen.
Juni 2002: Die Nationalmannschaft scheitert in der 2. Runde der Rugby WM 2003 in Australien, aber steigt in die Gruppe A der 3 Division der AER- FIRA nach 3 klaren Siegen gegen Luxemburg (77-0), Israel (21-6) und Norwegen (51-7) auf.
Oktober 2002: die Rugby Nationalmannschaft France Militaire besiegt in Wien die Österreichische Rugby Nationalmannschaft 41-15. Ein tolles Ergebnis für Österreich unter dem Aspekt, dass 7 der Franzosen in der französischen Profi Liga spielen.
September 2002: Im Zuge der ÖRV GV im Juni 2002 gründen die Vereine Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Wiener Neustadt und Leoben einen 7's Rugby Challenge Cup. Der Kick-off dieses neuen Rugby Wettbewerbs ist am 28. September 2002 in Salzburg.
Juni 2003: RC Donau ist Österreichischer Rugby Meister 2003. Die Nationalmannschaft ist 4. der Gruppe A der AER-FIRA und steigt damit in die Gruppe B auf.
September 2003: Paul Duteil wird zum Präsident des Österreichischen Rugby Verbandes gewählt. Er ist ehemaliger Spieler in der Rugby Meisterschaft der französischen Universität in Paris und dann von 1993 bis 1997 beim französischen Lycee in Wien. Paul Duteil wir 2001 als Team Manager in den ÖRV geholt. Paul Duteil ist seit Juni 2002 Vorstandsmitglied der AER-FIRA (Europäischer Rugby Verband).
Oktober 2003: Der Verband nimmt ersten Kontakt mit der IMC Fachhochschule Krems, vertreten durch Harald Mittermaier, auf.
Dezember 2003: Der Verband kandidiert als ordentliches Mitglied der BSO (Bundes-Sportorganisation ) für 2004.Mag. Wolfgang Röhrer, ÖRV Vize-Präsident und Verantwortlicher für die Jugend, entwickelt einen Plan für die Jugend mit Lehrgängen in Schuken im Rahmen der VDLÖ, ein Lehrerfortbildungsnachmittag in Graz, eine U14 und U18 Meisterschaft für 4 Schulen in Wien (Billrothgymnasium, RG Krottenbachstraße, VIS und Lycee)
Februar 2004: Trainerlehrgang in Payerbach geleitet von Pierre Villepreux, dem Rugbyweltstar der 70er Jahre und ehemaliger Trainer der Französischen Nationalmannschaft.
März 2004: Internationaler Schiedsrichter Lehrgang in Wien mit 30 Teilnehmern aus Österreich, Slowenien, Tschechien
Mai-Juni 2004: Die 7'S Nationalmannschaft nimmt an der 7'S Europäischen Meisterschaft in Kroatien und Ukraine teil. Die Österreichische Nationalmannschaft ist 2. der Gruppe B der AER-FIRA 3 Division.
Juni 2004: RC Donau ist Österreichischer Rugby Meister 2004. Die Österreichische Damen Nationalmannschaft spielt ihr erstes Match 5-5 gegen Prag.
Oktober 2004: Der Verband kandidiert als ordentliches Mitglied der BSO (Bundes-Sportorganisation ) für 2005. Der Österreichischer Rugby Verband qualifiziert sich für die 2. Runde der RW 2007 mit seinem Sieg gegen Bosnien.
Dezember 2004: Gerald Gastecker gründet den Verein in Krems.
Jänner 2005: Der Verein Lienz (Tirol) wird gegründet und holt den bereits dynamischen, erfolgreichen tiroler Verein in Innsbruck ein.
April 2005: Vor 2000 Rugby Fans, darunter Außenministerin Ursula Plassnik, verliert Österreich 69-9 gegen Deutschland auf der Hohen Warte in der 2. Qualifikationsrunde der Rugby WM. Der ÖRV Schiedsrichter Offizier Chris Jones pfeift sein erstes internationales AER-FIRA Spiel in Malta.
Mai 2005: Die U18 Mannschaft qualifiziert sich für das U18 Finale in Treviso 2006. Eine Premiere in der Österreichischen Geschichte! Österreich besiegt Luxemburg 11-9 - ein wertloser Sieg für die Qualifikation zur 3. Runde der Rugby WM 2007 in Frankreich, aber er bringt Österreich nach seinem Sieg eine Woche vorher gegen Moldawien 19-17 an den 63. Platz in der Weltrangliste.
Juni 2005: RC Donau ist Österreichischer Rugby Meister 2005. RUFC Graz ist 7'S Challenge Cup Meister 2005.
September 2005: Der Verein Mödling - eine Rugby Schule – wird gegründet. Wien West hat endlich seinen Verein! Der Verband kandidiert als ordentliches Mitglied der BSO (Bundes-Sportorganisation) für 2006.
Oktober 2005: Der Rugbysport in Österreich schreibt Geschichte mit der Organisation des ersten Spiels der Griechischen Nationalmannschaft in Wien und siegt 52-3. Der ÖRV wird zum ersten Mal am 11. November dem BSO Sportfachrat als ordentliches Mitglied vorgeschlagen.
März/April 2006. Sensation des U18 Nationalteams bei der FIRA-AER EM in Treviso (IT). Beim ersten Antreten wurde die Gruppe D gewonnen und man qualifizierte sich für die Gruppe C bei der EM 2007 in Biarritz (FRA)
Juni 2006: Der RC Donau wird Österreichischer Rugby Meister in der Saison 2005/06. Vizemeister wird der RC Lycee aus Wien.
Juli 2006: Beim Challenge Cup Finale in Graz holt sich der RC Innsbruck den Titel. Mit Michael Orsario und Ulrich Gutweniger werden zwei neue Mitglieder in das EK des ÖRV aufgenommen.
Juli 2006: Der RCSV (Rugby Club Stade Viennois) wird in Wien gegründet.
September 2006: POWERADE wird Sponsor der POWERADE RUGBY LIGA die mit 6 Mannschaften ausgetragen wird und der Herrennationalmannschaft.
Oktober 2006: Die 7s Rugby Meisterschaft der Frauen wird erstmals mit 4 Teams gespielt, neben dem RC Donau treten auch der Vienna Celtic RFC, der WRC Innsbruck und der RUFC Graz an.
April 2007: Die U18 Auswahl des ÖRV schafft bei der EM in Biarritz (FRA) den Klassenerhalt in der Gruppe C.
Mai 2007: Das Frauennationalteam belegt bei der FRIA AER EM in Bosnien den hervorragenden 4. Platz in der Gruppe C.
Juni 2006: Der RC Donau gewinnt den ersten offiziellen Rugbystaatsmeistertitel. Finalgegner war der Vienna Celtic RFC.
Juli 2007: Der RUFC Graz holt sich zum zweiten Mal nach 2004/05 den Meistertitel im 7s Rugby der Herren.
September 2007: Die POWERADE RUGBY LIGA wird international. Neben 5 österreichischen Mannschaften tritt mit dem RC Bezigrad auch eine slowenische Mannschaft an. Paralell wird die 1. Bundesliga mit den 5 heimischen Teams gespielt. Erstmals seit 5 Jahren gibt es auch wieder eine 2. Bundesliga.
Oktober 2007: Der Challenge Cup im 7s Rugby der Herren ist nach 5 Jahren Geschichte. Ab dieser Saison wird nunmehr eine 7s Meisterschaft mit 12 Mannschaften ausgespielt werden.




